Die tun nichts, die wollen nur spielen.”
Posted on August 20, 2006
Filed Under bücher |
Hach, wie ist das schön, den ganzen Samstag knapp 10h mit einer langwierigen Aufgabe
am Mac verbracht und diese auch noch zu 90% erledigt, da ist man ja ein klein wenig stolz. Jetzt ist Sonntag, der Tag der Ruhe und Erholung. Gerade aufs Klo geschlürft und zur allmorgentlichen Sitzung eine Brigitte in die Finger bekommen. Um garnicht erst den Sinn oder Unsinn dieser Zeitung in meinen Händen zu diskutieren und wie jene dort hingelangt ist, nehmen wir den Umstand einfach mal als gegeben hin. Jedenfalls so durchgeblättert und wieder festgestellt das Frauen und Männer einfach völlig verschieden sind. Nebst Werbung / Wellness / Diätvorschlägen und anderem Gedöns fand sich fast am Ende der Zeitschrift eine Buchempfehlung die mich verweilen ließ.
Nachdem ich die 2 Seiten Rezension gelesen habe und so manches mal fast gedacht hätte, “Dass kennst du doch irgend woher”, werde ich wohl dieses Thema, insbesondere den Artikel, mit meiner Freundin diskutieren müssen.
Nur allzu lustig, auch wenn es im Grunde ein Kritik an meinem Geschlecht ist beschreibt Autorin Christine Hohwieler den täglich schwelenden Klassenkampf der Geschlechter.
“So, und jetzt stellen wir uns mal einen stinknormalen Samstag vor. Die Einkäufe sind erledigt, und eh sich die Frau versieht, sitzt der Mann im Wohnzimmer und klimpert auf der Gitarre. Die Frau die gern liest, hat gerade kein gutes Buch, das letzte hat sie am Abend zuvor zu Ende gelesen. Also guckt sie sich ein wenig ratlos um. Packt erst mal die Einkaufstüte aus. Geht ins Schlafzimmer. Sieht den Wäschekorb. Der ist voll. Logisch. Wenn sie sich nicht drum kümmert, wächst er bis zur Decke. Sie packt ein Stapel Buntes, schafft ihn zur Waschmaschine, auf dem Weg dahin fallen drei Socken runter. Aus dem Wohnzummer erklingt die Gitarre. Langsam, aber sicher kriegt sie schlechte Laune, und spätestens in zehn Minuten steht sie vor dem Gitarrenspieler und scheißt ihn zusammen, weil sie wieder alles allein machen muss. Dabei könnte es doch auch sein, dass sie einfach nur neidisch ist. Weil er weiß, wie man es sich schön macht Und sie weiß es eben nicht.”
Klappentext:
“Während ich den ganzen Tag wie eine gesengte Sau durch die Gegend rase, permanent ein schlechtes Gewissen habe, mein Kind auf später vertröste, niemanden jemals zurückrufe, keinen Sport treibe, kaum noch koche - während ich am Rande des Kollaps herumtobe, macht es sich mein Mann so richtig gemütlich. In solchen Momenten könnte ich ausrasten. Kennst du das Gefühl?” Christine Hohwieler und Natalie Bleuel erzählen in diesem Buch vom ganz normalen Leben der Frauen zwischen Job, Freunden, Haushalt, Kindern und Eltern. Und von Ansprüchen an sich selbst und an andere. Ein furioser, selbstironischer und rasanter Briefwechsel über die entscheidende Frage: Woher haben Männer eigentlich die Zeit, Fußball zu gucken, Zeitung zu lesen und Doppelkopf zu spielen?
Herrlich, wenn man diese und andere Darstellungen der Autorinnen liest, fühlt man sich doch sofort an eigene erlebte Situationen erinnert. Jedenfalls könnte hier mal wieder ein Interessantes Büchlein gefunden sein, was einen Kauf zur reinen Belustigung, und die haben Männer bitter nötig, taugen könnte.
Produktinformationen:
- Broschiert: 160 Seiten
- Verlag: Herder, Freiburg; Auflage: 1 (August 2006)
- Sprache: Deutsch
- ISBN: 3451290626
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3 Responses to “Die tun nichts, die wollen nur spielen.””
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Na, das ist doch mal ein netter Buchtipp… Und das aus deiner Feder! Nicht, dass mir der komplette Auszug des Inhalts aus der Seele sprechen würde aber die Szenen sind wohl übertragbar und daher durchaus als wahrheitsgetreu anzusehen!
Ich glaube, wenn ich mit der Wäsche fertig bin, Staub gesaugt habe, das Badezimmer blitzt, … und ich dann noch Zeit und Kraft genug zum lachen habe, werd ich mir das gute Stück mal zu Gemüte führen!
dazu passend: http://www.chromosomenkampf.de/
Naja, die URL is ja net so dolle :/