Karrieretag der brot + backwaren - Tag 2 beendet
Posted on Mai 5, 2007
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Tag Zwei der Veranstaltung rund um die Backbranche nimmt ein Ende. Ausgelaugt nach dutzenden Kilometern im Ruhrgebiet - geht es wieder Richtung Heimat.
Kleines Resumee: Was haben wir mitgenommen?
Der zweite Tag wurde durch ein praktisches Besichtigungsprogramm für uns Studenten sehr aufschlussreich. Kurzentschlossen habe ich mich für die zweite aus sechs möglichen Touren entschieden. Damit war mein Programm festgelegt.
- Erste Station war in Neuss bei der Plange Mühle.
- Zweite Station war in Hilden beim Backofenhersteller Wachtel.
- Dritte Station war der Großfilialist Malzers Backstube.
Der erste Besuch in der Plangemühle in Neuss war ein sehr gelungener Auftakt. Nach kurzer Unternehmespräsentation gab es die obligatorische Hygienekleidung für Kopf und Körper. Durch ein Urgestein des Unternehmens, Herrn Michael Manns, wurden wir bestens umsorgt und auf die Reise durch den riesigen Komplex geschickt. Herrn Manns ist selber Müller und bereits seit 44 Jahren in der Plangemühle beschäftigt. Der Umsatz von 1000t Getreide pro Tag in der Plangemühle wurde uns vom Kontrollstand der Mühle vorgestellt und danach ging es von Kopf bis Fuß durch den Turm der Mühle. So stellte Herr Manns die einzelnen Mahlprozesse detailliert vor und erklärte den mehrfach gesicherten Qualitätsprozess.
Nach der Laborbegehung mit altbekannter Technik rund um Mineralstoffgehaltsbestimmung, Proteinbestimmung, Restfeuchtemessung, Fallzahl, Extensogramm, Farinogramm und weiteren Geräten ging es direkt in die Verpackungsabteilung. Der kurze Einblick in das Hochregallager blieb uns leider verwährt, da sich der passende Türschlüssel nicht finden ließ und wir auch schon unseren Zeitplan überschritten hatten.
Der zweite Turn leitete uns nach Hilden zum Backofenhersteller wachtel. Dort werden Ladenbacköfen als Etagen- oder Heissluftöfen, Stikken- und Etagenöfen für den Einsatz in Bäckereien, Konditoreien, Schulen, Labors, Hotels, Restaurants usw. auf ca. 6.000 qm Betriebsfläche hergestellt. Als besonderer Running-Gag entpuppte sich der 12m2 Etagenofen mit MP3-Klingeltönen. Hat natürlich auch einen besonderen Hintergrund, da sich bei Reihenschaltung der Öfen mit getrennten Klingeltönen eine leichtere Unterscheidung bei Beendigung der Backprogramme machen lässt. Ernsthafter war dafür die Vorstellung der STIR Technologie der Firma wachtel und die Präsentation des Energiemanagements für moderne Bäckereien. Und wie üblich brachte uns der Zeitplan aus der Spur und rein in den Bus.
Tour drei war dann in Gelsenkirchen erreicht und wurde mit einer Führung durch Malzers Backstube abgerundet. Geschäftsführer Hans-Joachim Scherpel nahm sich Zeit, uns sein Unternehmen in der Praxis zu zeigen. Natürlich nur gut verpackt in steriler Kleidung und nach dem durchtreten der Hygieneschleuse. Man ist bei Malzers nicht ohne Grund stolz auf ein angewandtes Konzept das nach IFS und DIN EN ISO 9001:2000 zertifiziert ist. Beeindruckendes Konzept, dass in der Backstube verfolgt wird um termingerecht die 130 eigenen Fillialen zu beliefern. Komisch kamen mir nur die Antworten von Herrn Scherpe zum Thema Logistikplanung im eigenen Haus vor. Denn nach seinen Aussagen ist es noch keine komplett EDV gestützte Variante um den riesigen Warenverkehr abzuliefern. Aber diese Diskussion wurde trotz mehrmaligen Nachfragens von Herrn Scherpe abgewiegelt. Vielleicht bellen getroffene Hunde ja doch. Trotzdem ein spannendes Erlebnis eine solch große - nicht industrialisierte - Produktion besichtigen zu können.
Abschließend kann ich mich nur für die Organisation und Bereitschaft der Unternehmen bedanken, die es uns ermöglicht haben am Karrieretag der Backbranche teilzunehmen. Einen besonderen Dank auch an Herrn Bastian Borchfeld (Redakteur der Fachzeitschrift Brot+Backwaren) für die Betreuung während der Fahrt. Des weiteren natürlich noch ein dickes Dankeschön an Sonja, die uns kostenlose Unterkunft während der Veranstaltung und ein traumhaftes Grillen mit Raki-Konsum ermöglichte.
Leider kann ich hier keine weiteren Fotos anbieten, da es in allen besuchten Unternehmen verboten wurde die Kamera zu benutzen.
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